Wann weiß man, ob man die richtige Berufswahl getroffen hat?



Eigentlich ist es doch völlig irrsinnig diese Entscheidung mit einem Alter von 16 – 18 Jahren treffen zu müssen, oder? Wer von Euch ist noch in seinem erlernten Beruf tätig? Mit Sicherheit sind es die Wenigsten. Ich für meine Part kann Euch nur sagen, dass ich damals immer von einem eigenen Cafe geträumt habe, oder aber das Eröffnen einer Bar, so ganz nach meinen Vorstellungen. Heute hingegen haben sich meine Ansichten komplett verändert/ angepasst. Denn ich arbeite inzwischen in einem ambulanten Pflegedienst und gehe dieser Arbeit unheimlich gerne nach. Die Medizin Diagnosen Krankheitsgeschichten Therapien - all dies, interessiert mich heute.

So kenne ich es rein beruflich inzwischen sehr gut, wenn Menschen von einem gehen.

Ich kenne es auch sehr gut, Menschen dahin zu begleiten und bis zum letzten Atemzug für sie da sein zu dürfen/ können. Es gibt keinen dankbareren Job, als diesen. Denn ganz gleich welcher Charakter, welchen Kontostand oder auch welche Religion wir tragen, es ist am Ende für jeden derselbe Weg vorhergesehen.

Aufhören, wenn es am schönsten ist!

Doch wie lange erträgt man diesen Druck? Druck in alle Richtungen, denn es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass es innerhalb der Pflege an allem fehlt. Angefangen beim Personal und aufhören werden wir mit der Tatsache der Bezahlung. Ich habe einen Text meinerseits gefunden, in welchem ich festhalte warum ich einige Zeit mit der Pflege aufgehört habe und es folgen im identischen Kontext, dieselben Worte.

„Und siehe da, einige Jahre habe ich es vereinbaren können. Vereinbaren mit der Liebe an der Arbeit, mit dem Umgang meiner Patienten, mit der Freude morgens los fahren zu können und und und.. Heute arbeite ich in einem Marketing Unternehmen und denke gerne zurück. Erschreckend oder? Immerhin war dies einmal mein Beruf und das nicht aus der Not heraus, sondern weil ich gerne helfe und da bin. Einfach für jeden, der es braucht. Tja, aber genau das scheint in meinem Beruf nicht unbedingt die richtige Einstellung zu sein. Meine Einstellung müsste wie folgt lauten: Kein Privatleben mehr, Pflege am Patienten – kurz und schnell – Umgang mit Patienten – keine Zeit – Hauptsache das Geld stimmt. Wo Ende und Feiertag erhalten für mich eine andere Bedeutung—und das wichtigste ist –Liebe in meinem Beruf? Nein, dafür ist weder Zeit, Verständnis noch Geduld vorhanden--. Ich denke, diese Faktoren reichen, um den Beruf wechseln zu können/ müssen. Solange die Realität mehr Einfluss auf die Pflegebedürftigkeit trägt, als der Mensch und die Zeit mit denen, ist es für mich auch keine Option mehr zurückzugehen.

“ Inzwischen bin ich wieder zurück und habe eine Zusatzausbildung erhalten. Diese absolviere ich nun mit viel Geduld, Zeit, Lernen und großem Interesse. Ich werde es der Zeit überlassen, was einmal geschehen wird. Aber im Prinzip trage ich stets die Hoffnung der Besserung in mir. Arbeiten in der Pflege bedeutet nicht nur: „Waschen“.. und selbst wenn es diese Tatsache 90% trägt? Was meint Ihr, wo wir einmal stehen werden? Wer wird am Ende hinter uns sein, wenn all diese Menschen weiter so denken? Der Beruf als Altenpflegerin bedeutet weitaus mehr und jeder der einmal in diesem Bereich tätig war/ ist, weiß dieses ganz genau. Um einen Überblick zu verschaffen, was Altenpflege bedeutet, habe ich mir mal die Mühe gemacht und unterschiedliche Ansichten dessen rausgesucht.

Erste Antwort :
Als Altenpfleger hast du den ganzen Menschen im Blick: Körper, Geist und Seele. Du betreust, berätst, unterstützt und pflegst ältere Menschen.



Antwort 2 :
Eine Hilfestellung könnten hier auch Gesprächskreise von weiteren Pflegenden bilden, um Kontakte zu knüpfen mit Gleichgesinnten.



Antwort 3:
Pflegen und betreuen. Die meiste Zeit des Tages verbringst du als Altenpfleger/in damit, alte Menschen zu pflegen und zu betreuen.

Aktivieren und fördern
Medizinisch versorgen
Sterbebegleitung
Case Management und Pflegeplanung
Beobachten und Dokumentieren
Teamarbeit



Fazit:

Worauf ich hinaus möchte ist die Tatsache, dass viele Menschen noch immer keine Ahnung haben, worum es eigentlich geht. Man sollte diesen Beruf deshalb auch nur dann wählen, wenn man es mit sich und seinem Charakter/ Herzen vereinbaren kann. Denn Pflege bedeutet - Psychologie - Verständnis - Geduld und Mitgefühl -. Diese vier Worte treffen es mich auf dem Punkt. Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, diese Arbeit mit seinem Familienleben vereinbaren zu können. Es kommt natürlich darauf an, wo man am Ende unter kommt.

Ich habe in der Zeit meiner Ausbildung viele liebe Menschen kennenlernen dürfen und damit meine ich nicht nur Patienten. Das Team! Das ist am Ende eines der wichtigsten Fakten & Voraussetzungen für jedes Unternehmen, denn daraus leitet sich am Ende die eigentliche Arbeit ab! Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Betriebe dieses erkennen, zumindest hoffe ich es! Und allen anderen kann man hiermit nur sagen: „ Ihre Mitarbeiter und dessen Wohl! Dies ist es, was am Ende die Arbeit ausmacht! Ist das Team nicht zufrieden und im reinen mit sich und seinen Aufgaben..? Dürfen Sie nicht mehr als den Standard erwarten.“ Und das ist nicht nur in der Altenpflege der Fall.. Dies betrifft am Ende jedes Unternehmen. Wir sind am Ende alles nur Menschen und funktionieren im Prinzip in dieselbe Richtung. Aber die Charaktere vieler Menschen eben nicht. Damit möchte ich den heutigen Text beenden und bedanke mich für Eure Zeit,

Tini.

(Quelle: https://www.zukunftsberuf-pfleger.de/Zukunftsberuf_Pfleger/Berufeinfos/Was_macht_ein_Pfleger/Altenpfleger)
(Quelle: http://www.erbrecht-heute.de/Aktuell/Altenpflege-was-bedeutet-das.html)
(Quelle: http://www.beroobi.de/berufe/altenpfleger/taetigkeiten.html#/taetigkeiten)

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