Die Pubertät ist doch wirklich ein Arschl..(Jahr 2015)



… manchmal oder? Ich meine, wie haltet Ihr diese Phase aus? Zeigt sich diese auch so gravierend und im vollen Umfang? Ich dachte immer „ach, das bekommen wir alles wieder in den Griff! Ist schließlich nur eine Phase und auch die geht irgendwann wieder vorbei“ Irgendwann…ein Wort was in diesem Fall nicht so gut tut, denn es zieht sich tatsächlich sehr in die Länge. Ich weiß, dass es eine Lebenssituation für die angehenden Jugendlichen ist und dass sie Entscheidungen und Ansichten festigen sollten (für die Zukunft, welche nun unmittelbar bevor steht).

Diese Zeit und die dazugehörigen Gedanken soll er auch rund um die Uhr erhalten. Und egal was es betrifft, ich werde mir immer die Zeit nehmen um zuzuhören und evtl. Ratschläge mitteilen zu können. Aber ich habe das Gefühl, das meine Worte einfach völlig unwichtig sind. Egal.. und ich betone dieses Wort „egal“ was ich sage, es ist grundsätzlich verkehrt und ich habe keine Ahnung von dem was er wissen möchte. Viele Dinge (muss ich gestehen) sind aber auch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn wir mal die Beziehungen von den Kindern heute betrachten.

Dort spricht man nicht mehr von „Ich mag Dich“ oder „Willst Du mit mir gehen?“ .. Jeder in meinem Alter kann sich an diese Zettel erinnern. Heute spricht man gleich von Liebe! Dementsprechend groß ist dann auch der Trennungsschmerz, denn man hat geliebt. Aber auch dafür habe ich irgendwann eine Maske des Verständnisses aufgesetzt, denn ich möchte ihn ja verstehen können. Gut, dass ich nicht immer alles auseinandernehmen kann, wie ein Psychologe Beispielsweise.. Denn wenn ein Mädchen meinen Jungen mies behandelt, sag ich meine Meinung natürlich dahingehend.

Selbstverständlich achte ich auf meine Wortwahl und schaue, dass ich nicht noch zusätzliche Tränen verursache. Liebe und Hilfe sollten stets -Bestand tragen-.. Wenn es aber darum geht, dass man nach der Schule nicht mehr nachhause kommt und den ganzen Tag macht was man will, ohne das ich darüber informiert werde.. Hört der Spaß auf! Zum einen bin ich ein ziemlicher Angsthase, was meine beiden Jungs betrifft und zum anderen haben wir Absprachen, an die sich zuhalten sind. Das klappt generell auch mal für ein-zwei Tage ..Gut, auch mal länger, aber es bricht grundsätzlich wieder ein. Wenn diese Tage anstehen, sind Respektlosigkeit und verbale Unachtsamkeit leider ein Begleiter geworden. -Super Nanny- oder -Die strengsten Eltern der Welt!-? Kennt Ihr, ja? Mensch wie habe ich immer über gewisse Verhaltensstöße geschimpft..Jedoch in beide Richtungen! Denn niemals sind immer nur die Kinder an den Situationen Zuhause Schuld.

Ich liebe meinen Sohn und möchte ihn entsprechend vorbereiten! Auf das Leben und die Zukunft, welche sich bereits anmelden. Tue ich dieses nicht und lasse ihn so handeln wie er das möchte, werden wir später leiden und dann gewisse Korrekturen vornehmen zu können? Wird mit Sicherheit schwerer. Das ich diese Worte nicht wählen kann, wenn ich mit ihm spreche ist mir sehr wohl bewusst, denn auch ich wollte das mit 14 Jahren nicht hören. Damit ich ihm das aber irgendwie vermittelt bekomme und wir hier wieder den „Frieden“ in unseren Ablauf beherrschen, habe ich mich nun entschlossen Hilfe von außen zu suchen. Bisher hatten wir 5 Termine, welche mir schon jetzt sehr geholfen haben.

So hat man mit meinem Sohn und mir Tacheles gesprochen. Manchmal braucht man erst eine Kopfwäsche von „Außen“ bevor es zu spät ist. Ein wichtiger Satz fiel bei diesen Terminen, welchen ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen werde.

Frau Kroos. Ihr Sohn befindet sich in einer schweren Phase. Er ist dabei sich selbst zu finden und nebenbei sehr wohl, Weichen für seine Zukunft zu legen. Er muss dieses gedanklich verarbeiten und sowohl als auch, seine Freizeit genießen

Konsequenz und dasselbe Muster beibehalten ist jetzt mehr als wichtig und solle ich in jedem Fall beibehalten. Ich bin nicht zu diesem Termin gegangen, um meinem Sohn die Deviten lesen zu lassen, sondern um an uns arbeiten zu können. Das ist ein ganz wichtiger Fakt! Niemals entstehen Fehler nur seitens Eurer Kinder, bitte merkt Euch das. Auch wir sind nur Eltern und nicht perfekt. Jeder Mensch macht Fehler und jeder Mensch besitzt seine eigenen Charakterzüge, welche er selbst in gewissen Situationen, sortiert bekommen muss und das ist mit Sicherheit nicht immer einfach. Aber am Ende ist es wichtig, das man immer gemeinsam an sich arbeitet.

Ich danke Euch für Eure Zeit _____________________________________________________________________________________________________________________________


Nachtrag und Vergleich 2017 - Mein Sohn ist heute 16 Jahre alt - mehr zum Thema Pubertät und der Vergleich



Guten Abend.

Heute nutze ich mal die Möglichkeit, auf einen bestehenden Text eingehen zu können. In diesem ging es um die pubertierende Phase meines großen Sohnes. Damals 14 und heute 16 Jahre jung. Die Einleitung meines o.g. Textes lautete „Pubertät ist ein Arsch…“. Dem stimme ich auch rückblickend voll und ganz zu. Wir haben Zeiten hinter uns, über die wir heute (zum Glück) lachen können. Mein Sohn ist nun 16 und beginnt innerhalb der nächsten 4 Wochen seine Ausbildung. Ja, wir haben es geschafft! Viele Tränen, viele Momente der Verzweiflung haben uns dennoch nicht aufgeben lassen. Aber wisst Ihr, was mich einfach nie hat stillhalten lassen? Die Liebe zu ihm und der Glaube. Der Glaube an meinen Sohn und dessen Fähigkeiten. Wenn ich hier Fähigkeiten schreibe, meine ich keine Tätigkeiten als Solches. Ich rede von dem Gesamtpaket meines Jungen. Von seiner Einzigartigkeit als Mensch.. Seine liebenswürdige, verständnisvolle Art und Weise.. Seine Hilfsbereitschaft, seine Art mich in die Arme zu nehmen! Sein Wesen.. Einfach ER!

In vielen Momenten sitze ich abends auf dem Balkon und denke über seine Worte nach. Denn inzwischen geht es nicht mehr um die Schule, sondern den weiteren Abschnitt, die Ausbildung. In erster Linie jedoch und wir waren nicht anders, geht um den Fakt, dass erste Mal sein eigenes Geld verdienen zu können. Viele Worte seinerseits bringen mich in gewissen Momenten auf die Palme. Aber wenn ich dann abends nochmal darüber nachdenke, muss ich grinsen. Es ist schon erstaunlich, auf welche Gedanken und Ideen mein Sohn manchmal so kommt.

Für viele Menschen/ Eltern mag dieses jetzt als Selbstverständlich gelten und ja, Ihr mögt Recht haben. Dennoch betone ich deshalb, dass meine Gedanken niemals mit der Negierung meiner Liebe im Zusammenhang tätig waren. Wir alles sind Menschen und wir alle sind weder fehlerfrei, noch extra beladen mit „Geduld“. Wir ertragen so viel, wir erleben viel.. Wir versuchen viel weitergeben zu können, wir versuchen Werte zu erhalten/ vergeben. Wir versuchen Tag für Tag Liebe und Ernsthaftigkeit des Lebens miteinander zu kombinieren. Tag für Tag zeichnen wir das Leben mit Spaß, Geduld, Zielen und Sicherheit. Sprich, worauf ich hinaus möchte ist der Fakt, das auch Eltern zugeben sollten, wenn es mal zu viel ist.

In der heutigen Gesellschaft muss alles funktionieren und laufen, so auch die Erziehung der eigenen Kinder. Wenn Ihr aber verstanden habt, worauf ich mit diesem Text hier hinaus möchte, wisst Ihr dass man den letzten Punkt streichen und anpassen kann. Niemand muss funktionieren und schon gar nicht, DEINE KINDER. Es gleicht einer wahren Kunst, alles entsprechend verpacken & vermitteln zu können, das gebe ich zu. Und wie in dem ersten Text verfasst, habe auch ich mir Hilfe gesucht. Das habe ich getan, um für uns als Familie einen Weg zu finden. Vielleicht habe ich es aber auch getan, um mir den Kopf und meinen Faden waschen und trennen zu lassen? Nichts kann strickt nach einem festen Plan laufen, das habe ich in jedem Fall lernen dürfen. Selbstverständlich gibt es immer noch mal Momente, an denen ich mich selbst bremsen muss.. Das sind aber diese, welche sich von dem „Angst vor der Zukunft meiner Kinder“ leiten lassen. Angst entsteht aus Liebe/ Gefühl und ist somit schlecht bzw. kaum zu regeln. Wie heißt es immer so schön? „Du musst lernen loszulassen.“.. Sinngemäß mag der Satz seine Richtigkeit erhalten, aber wortgenau klingt er alles andere als „korrekt“, denn müssen tun wir gar nichts.

Heute, knapp 1,5 Jahre später kann ich also sagen, dass alles so sein sollte.. Alles hat seinen Grund und niemals wird alles perfekt laufen! Die vielen Worte/ Gespräche/ Diskussionen und Konsequenzen, haben meinen Sohn und mich vielleicht dahin getragen, wo wir jetzt stehen. Kein Moment sollte fehlen! Es wird der Tag kommen, an dem mein Sohn und ich darüber lachen können. Wir werden feststellen, dass es nichts gab was uns hätte auseinanderbringen können und das deshalb, weil wir uns aufeinander verlassen können und lieben!

Danke für Eure Zeit, Tini Kroos

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