Die Pubertät ist doch wirklich ein Arschl..



… manchmal oder? Ich meine, wie haltet Ihr diese Phase aus? Zeigt sich diese auch so gravierend und im vollen Umfang? Ich dachte immer „ach, das bekommen wir alles wieder in den Griff! Ist schließlich nur eine Phase und auch die geht irgendwann wieder vorbei“ Irgendwann…ein Wort was in diesem Fall nicht so gut tut, denn es zieht sich tatsächlich sehr in die Länge. Ich weiß, dass es eine Lebenssituation für die angehenden Jugendlichen ist und dass sie Entscheidungen und Ansichten festigen sollten (für die Zukunft, welche nun unmittelbar bevor steht).

Diese Zeit und die dazugehörigen Gedanken soll er auch rund um die Uhr erhalten. Und egal was es betrifft, ich werde mir immer die Zeit nehmen um zuzuhören und evtl. Ratschläge mitteilen zu können. Aber ich habe das Gefühl, das meine Worte einfach völlig unwichtig sind. Egal.. und ich betone dieses Wort „egal“ was ich sage, es ist grundsätzlich verkehrt und ich habe keine Ahnung von dem was er wissen möchte. Viele Dinge muss ich gestehen sind aber auch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn wir mal die Beziehungen von den Kindern heute betrachten.

Dort spricht man nicht mehr von „Ich mag Dich“ oder „Willst Du mit mir gehen?“ .. Jeder in meinem Alter kann sich an diese Zettel erinnern. Heute spricht man gleich von Liebe! Dementsprechend groß ist dann auch der Trennungsschmerz, denn man hat geliebt. Aber auch dafür habe ich irgendwann eine Maske des Verständnisses aufgesetzt, denn ich möchte ihn ja verstehen können. Gut, dass ich nicht immer alles auseinandernehmen kann, wie ein Psychologe Beispielsweise.. Denn wenn ein Mädchen meinen Jungen mies behandelt, sag ich meine Meinung natürlich dahingehend.

Selbstverständlich achte ich auf meine Wortwahl und schaue, dass ich nicht noch zusätzliche Tränen verursache. Hilfe sollte stets ein Ziel bleiben.. Wenn es aber darum geht, dass man nach der Schule nicht mehr nachhause kommt und den ganzen Tag macht was man will, ohne das ich darüber informiert werde.. Hört der Spaß auf! Zum einen bin ich ein totaler Angsthase, was meine beiden Jungs betrifft und zum anderen haben wir Absprachen, an die sich zuhalten sind. Das klappt generell auch mal für ein-zwei Tage ..Gut, auch mal länger, aber es bricht grundsätzlich wieder ein. Wenn diese Tage anstehen, sind Respektlosigkeit und miese Worte leider ein Begleiter und vor diesen Momenten hatte ich immer „Angst“. -Super Nanny- oder -Die strengsten Eltern der Welt!-? Kennt Ihr, ja? Mensch wie habe ich immer über gewisse Verhaltensstöße geschimpft..Jedoch in beide Richtungen! Denn niemals sind immer nur die Kinder an den Situationen zuhause Schuld.

Ich liebe meinen Sohn und möchte ihn entsprechend vorbereiten auf das Leben, welches er bald betreten wird. Tue ich dieses nicht und lasse ihn so handeln wie er das möchte, werden wir später leiden und dahingehend Korrekturen vornehmen zu können, wird mit Sicherheit schwerer. Das ich diese Worte nicht wählen kann, wenn ich mit ihm spreche ist mir sehr wohl bewusst, denn auch ich wollte das nicht mit 14 Jahren hören. Damit ich ihm das aber irgendwie vermittelt bekomme und wir hier wieder den „Frieden“ in unseren Ablauf beherrschen, habe ich mich nun entschlossen Hilfe von außen zu suchen. Bisher hatten wir 5 Termine, welche mir schon jetzt sehr geholfen haben.

Zum einen deshalb, weil diese Frau einfach als unparteiische eingreift und von außen auf uns einwirkt. Und zum anderen weil sie mit meinem Sohn und mir Tacheles gesprochen hat. Manchmal braucht man erst eine Kopfwäsche von „Fremden!“ bevor es zu spät ist. Ein wichtiger Satz fiel bei diesen Terminen, welchen ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen werde.

Frau Kroos. Ihr Sohn befindet sich in einer schweren Phase. Er ist dabei sich selbst zu finden und nebenbei sehr wohl, Weichen für seine Zukunft zu legen. Er muss dieses gedanklich verarbeiten und sowohl als auch, seine Freizeit genießen

Konsequenz und dasselbe Muster beibehalten ist jetzt mehr als wichtig und solle ich in jedem Fall beibehalten. Des Weiteren habe ich den Fehler begannen und ihm zu wenig Lob geschenkt. Dieses habe ich für mich mitgenommen und werde daran arbeiten. Ich bin nicht zu diesem Termin gegangen, um meinem Sohn die Deviten lesen zu lassen, sondern um an uns arbeiten zu können. Das ist ein ganz wichtiger Fakt! Niemals entstehen Fehler nur seitens Eurer Kinder, bitte merkt Euch das. Auch wir sind nur Eltern und nicht perfekt. Jeder Mensch macht Fehler und jeder Mensch besitzt seine eigenen Charakterzüge, welche er in gewissen Situationen sortiert bekommen muss und das ist mit Sicherheit nicht immer einfach. Aber am Ende ist es wichtig, das man immer gemeinsam an sich arbeitet.

Ich danke Euch für Eure Zeit

Tini Kroos

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